ausgefallene musikevents

"Canto" bezaubert in der Stadthalle

NRZ am 17.12.2000

Foto: Rolf Schmalzgrüber

Zauberer Tritonus (Sandor Pergel) treibt mit seinen Tritonuswesen Unfug - und entführt Canto

"Canto" bezaubert in der Stadthalle

von Denise Schumann - Hilden. Bereits im Februar wurde gecastet für "Canto und das Geheimnis des Tritonus". Für das erste Hildener Musical wurde die Werbetrommel kräftig gerührt, die Karten für die Veranstaltungen waren schnell vergriffen und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Am Samstag Abend begrüßte Karl Hentschel, unter dessen Obhut die Gesamtleitung dieses Projektes lag, die Besucher der Canto -Premiere herzlich und wünschte ihnen viel Spaß bei der "Welturaufführung".

Die Stadthalle war ausverkauft, alle erwarteten mit Spannung die nun folgende Darbietung. Die rund 400 Akteure überzeugten im schauspielerischem, musikalischem und tänzerischen Bereich: Mit überzeugenden Stimmen, schauspielerischem Können oder einfallsreichen Kostümen und aufwendig geschminkten Gesichtern machten sie auf sich aufmerksam. Das Symphonie-Orchester der Musikschule unter der Leitung von Matthias Kaufmann sorgte für die musikalische Unterstützung und lieferte einen echten Ohrenschmaus.

Auch der Oberstufenchor des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums war für einen Teil der akustischen Gestaltung zuständig. Zu Beginn des Stückes verschwindet Band-Sänger Canto. Seine Freunde Pino, Tom, Bassi Basson, Trudi und Viola machen sich auf die Suche nach ihm. Auf ihrer Reise treffen sie auf märchenhafte Gestalten. Fermate gibt den Freunden einen Hinweis und eine kurz darauf erscheindende Mönchgruppe verunsichert die Freunde zunächst, bekräftigt sie aber letztendlich in ihrem Beschluss, weiter nach Canto zu suchen.

Kommentare zum Geschehen gab der Hamburger Hörspiel-Sprecher Sebastian Faust. Mit Hilfe einer Melodie schaffen es die anderen Bandmitglieder schließlich, Canto aus der Gewalt des bösen Zauberers Tritonus zu befreien. Der Dank für dieses aufwändige Projekt galt nach der Aufführung neben den Darstellern vor allem der Autorin Barbara Engelmann-Bason und dem Komponisten Johannes Strzyzewski.

Auch die Regisseure Uwe Muth, Siegmar Wyrwich und Christian Oesterwind sowie Beate Klever, die für die Choreografien zuständig war, ernteten donnernden Beifall. Mit stehenden Ovationen dankte das Publikum allen Beteiligeten für die gekonnte Darbietung und den krönenden Abschluß des Kulturjahres 2000.