Grafschafter Nachrichten vom 10.7.2007
Im "Circus Musikus" präsentierte die Musikschule eine große Bandbreite
gn NORDHORN. Stolze 1730 Besucher zählte die Musikschule in der vergangenen Woche bei ihren Konzerten im Zirkuszelt. Vorwiegend waren es Schulklassen der Nordhorner Grundschulen, die mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die Vorstellungen "Circus Musicus" besuchten. Das Stück wurde von Johannes Strzyzewski, dem Leiter der Musikschule, mit der Absicht geschrieben, Kindern auf unterhaltende Weise Musik und Musikinstrumente zu erklären.
Tob, dem Zirkusdirektor, ging es in der Geschichte um das Geld, deswegen hatte er aus Kostengründen alle Musiker des Zirkusorchesters entlassen. Rob, der Clown, war den Instrumenten und Musikern zwar sehr zugetan, jedoch verwechselte er die Dinge allzu leicht. So stießen die Musikschullehrer Pierre Ruhlmann, als Zirkusdirektor Tob und Rob Zieverink, als Clown Rob, auf lautstarken Zuspruch oder auch Protest, je nach dem wie sie sich zu den einzelnen Musikern oder Instrumenten äußerten.
Weitere zwölf Musiklehrerinnen und Musiklehrer wirkten als Musiker des Zirkusorchesters mit. Sie mussten dem kritischen Zirkusdirektor beweisen, wie wichtig und schön klingend ihre Instrumente sind. Von ihnen wurden mal informativ, mal humorvoll die Instrumente: Blockflöte, Saxophone, Trompete, Klavier Tuba, Kontrabass, Akkordeon, Geige, Violoncello, Mandoline, Gitarre und Schlagzeug vorgestellt. Die vier Vorstellungen besuchten insgesamt 1400 Kinder, die sich unüberhörbar und prächtig amüsierten.
Am Donnerstagabend hieß es "Jazz im Zelt". Es spielte die junge Jazzcombo der Musikschule unter Leitung von Andrew Read, die Big-Band der Musikschule unter Leitung von Wolfgang Brand und am Schluss die Dozenten-Gang, bestehend aus den fünf Musiklehrern, Wolfgang Brand (Trompete), Erik Poorterman (Drum), Andrew Read (Bass), Johannes Strzyzewski (Gitarre) und Matthias Wilkens (Saxophon). Mit Standard Jazz und Evergreens wie "All Of Me" und "Blue Bossa" wurde dem Publikum der Jazz in einer ungewöhnlichen aber erstaunlich gut zum Jazz passenden Zirkusatmosphäre geboten.
Am Freitagabend gaben sich die Orchester der Musikschule zum "Zirkuskonzert" die Ehre. Nacheinander traten das Akkordeonorchester, das Perkussionorchester und das Blasorchester der Musikschule auf. Auf äußerst unterhaltsame Weise und mit vielen witzigen Ideen führten diesmal Rob Zieverink als Direktor und Ivo Weijmans als dirigierender Clown durch den Abend. Mit vielen köstlichen und ungewöhnliche Situationen, überraschten die Mitwirkenden ihr Publikum. Mal jonglierten Musiker auf dem Fahrrad zur Musik des Orchesters, mal war es eine wasserspritzende Blume die die Aufmerksamkeit auf sich zog. Dazwischen lag Musik auf hohem Niveau, die von einem auf den anderen Moment vom Witz in die Ernsthaftigkeit fiele, oder umgekehrt. Ein Konzert, an das man sich sicherlich noch lange und gerne zurückerinnern wird.
